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Religion & Faith

GLAUBE UND RELIGION

Zu Lebzeiten Jesu und seiner Apostel lag im Süden Jordaniens eines der wichtigsten Handelszentren am östlichen Mittelmeer. Petra war eine riesige Stadt, die von den Nabatäern aus dem Felsen geschlagen worden war.

Während der nabatäischen Herrschaft vom 3. Jahrhundert v. Chr. bis zum frühen 2. Jahrhundert n. Chr. erlebte Petra seine Blütezeit, bis es vom römischen Kaiser Trajan besetzt wurde.  Petra wird auch im Alten Testament erwähnt. Zwei der verwendeten Namen sind Sela und Jokteel (2. Könige 14:7).

Während ihres Auszugs aus Ägypten kamen Mose und die Israeliten durch das Gebiet nahe Petra in Edom. Überlieferungen von Einheimischen zufolge ist die Quelle in Wadi Musa (Tal Mosis) vor den Toren von Petra der Ort, an dem Moses auf einen Felsen schlug, aus dem dann Wasser sprudelte (4. Mose 20:10-11). Der Bibel zufolge durfte Moses das Heilige Land nicht betreten, sondern nur vom Berg Nebo aus einen Blick darauf erhaschen, weil er nicht, wie von Gott befohlen, mit dem Felsen gesprochen, sondern mit seinem Stab darauf geschlagen hatte (4. Mose 20:12-24).

Aaron, der Bruder von Moses und Miriam, der von Gott als Moses Prophet ernannt worden war, starb in Jordanien und wurde in Petra am Berg Gor, dem heutigen Berg Aaron („Jabal Harun“ auf Arabisch) begraben. Auf dem Gipfel des Berges wurde zu Aarons Gedenken eine byzantinische Kirche und später ein islamischer Schrein gebaut, der heute Pilger aus aller Welt anlockt. Aaron war der erste in der Bibel genannte Hohepriester. Man erinnert sich seiner ob der wunderschönen Segnung, die er seinem Volk von Gott überbrachte: „Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4. Mose 6,24-26)

Petra war mit großer Wahrscheinlichkeit die letzte größere Raststätte der drei Könige, die Weihrauch, Gold und Myrrhe nach Bethlehem brachten, um das Jesuskind zu ehren (Matthäus 2:1-12). Der in der Bibel (2. Korinther 11:32) erwähnte König Aretas war einst Herrscher über Petra.
„Der Herr segne dich und behüte dich; der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig, der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden.“ (4. Mose 6,24-26)

Die Schatzkammer in Petra diente als Kulisse für die Schlussszene des Films „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“.

Petra wird manchmal als „Verlorene Stadt“ bezeichnet. Obwohl Petra in der Antike eine wichtige Stadt gewesen war, ging sie der westlichen Welt nach dem 14. Jahrhundert komplett verloren. Sie wurde 1812 von Johann Ludwig Burckhardt, einem Reisenden aus der Schweiz, wieder entdeckt, als er sich in die stark bewachte Stadt schmuggelte, indem er vorgab, ein Araber aus Indien zu sein, der am Grab des Propheten Aaron ein Opfer darlegen wollte.

1985 wurde Petra offiziell von der UNESCO ins Weltkulturerbe aufgenommen.
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