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> Das Feuchtgebiet des Naturschutzgebiets Azraq ist ein Biotop für viele heimische Vogelarten und Zugvögel.

 

 

GESCHÜTZTES FEUCHTGEBIET AZRAQ

Das Feuchtgebiet Azraq ist eine einzigartige Oase im Herzen der halbtrockenen östlichen Wüste Jordaniens und eines von mehreren wunderschönen Naturschutzgebieten der Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN). Zu den Sehenswürdigkeiten gehören verschiedene natürliche und vor langer Zeit angelegte Teiche, ein je nach Jahreszeit überflutetes Marschland und ein großes Watt namens Qa’ al-Azraq. Jedes Jahr legen viele verschiedene Vögel auf ihrem anstrengenden Pendelflug zwischen Asien und Afrika eine Verschnaufpause im Naturschutzgebiet ein. Einige überwintern hier auch oder nutzen die geschützten Gebiete des Sumpflandes als Brutstätte.

Die beste Zeit für einen Besuch von Azraq ist der Spätherbst, Winter oder Frühling. Durch den Winterregen entstehen oft Teiche und Marschen in dem Gebiet, die je nach Saison verschiedene Vogelarten anziehen. Der Erfolg bei der Vogelbeobachtung hängt weitgehend von der Wassermenge ab, die sich in dem Feuchtgebiet angesammelt hat.

Geologie:
Azraq kann mit einer interessanten geologischen Geschichte aufwarten. Das Gebiet war einst eine riesige Oase. Die Teiche bezogen ihr Wasser über grundwasserführende Schichten, den so genannten Grundwasserleitern, die wiederum vom Gebiet Jebel Druze im Süden Syriens gespeist wurden. Für diese Strecke benötigte das Wasser bis zu 50 Jahre. Um die Oase herum befindet sich ein zirka 60 Quadratkilometer großes Schlickgebiet, das eine hohe Salzkonzentration aufweist.

Für Naturliebhaber ist die Wüste im Frühling zu empfehlen, wenn Regen das Grün der Hügel und etwa 2000 wilde Blumenarten zum Sprießen bringt.


WILDRESERVAT SHAWMARI

Das Wildreservat Shawmari ist ein Aufzuchtzentrum für einige der bedrohtesten und seltensten Wildtiere des Nahen Ostens. In diesem kleinen Reservat gibt es eine beeindruckende Herde arabischer Oryx-Antilopen, eine Spezies, die einst kurz vor der Ausrottung stand. Darüber hinaus sind hier Strauße, Onager und anmutige Wüstengazellen anzutreffen. In diesem geschützten Gebiet können sich die Tiere ungestört vermehren, ohne dass sie gejagt werden oder ihr Lebensraum bedroht ist.

Das Wildreservat Shawmari beherbergt eine große Vielfalt von Wüstenpflanzen, was hauptsächlich dadurch ermöglicht wird, dass die Vegetation vor grasenden Schafherden und Ziegen geschützt ist. In Shawmari gibt es viele Pflanzenarten, zum Beispiel die Salzmelde, eine natürliche Nahrungsquelle für Onager (asiatische Wildesel) und Oryx-Antilopen.




Besuchereinrichtungen

Touristeninformation: Eine Anlaufstelle für Besucher, bei der Informationen und Broschüren über das Reservat verfügbar sind. Es gibt auch einen Touristenladen, in dem vor Ort hergestellte Souvenirs wie Silbergeschirr, verzierte Straußeneier und Schilfrohrprodukte erhältlich sind.

Besucherzentrum: Hier befindet sich ein kleines Museum mit interaktivem Material, Diashows und Videos zur Geschichte, Flora und Fauna des Reservats. Neben dem Zentrum befindet sich ein Picknickbereich und ein Spielplatz.

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Der Beobachtungsturm des Wildreservats Shawmari eignet sich hervorragend zum Beobachten von Vögeln.

Aussichtsturm: Die Beobachtung der Flora und Fauna ist für Naturliebhaber äußerst interessant. Der Beobachtungsturm eignet sich ideal zum Beobachten der verschiedenen Tiere im Naturschutzgebiet. Die Oryx-Antilope ist zum Beispiel am besten in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Dieser Ort ist auch ein Paradies für die Vogelbeobachtung, besonders während der Zugzeit.

Oryx-Safari: Besucher können auch an Safariausflügen teilnehmen, um sich selbst von den Ergebnissen der internationalen Maßnahmen zur Rettung dieser bedrohten Tierarten zu überzeugen. Safaritouren durch das Oryx-Gehege sind auch mit RSCN-Fahrzeugen möglich.

Brutgehege: Zu den Brutgehegen von Shawmari gehört auch ein kleiner Zoo, der bei Kindern und als Ziel von Schulausflügen sehr beliebt ist.



Die Oryx, eine elegante weiße Antilope, ist eines der wenigen Säugetiere, das nur auf der Arabischen Halbinsel heimisch ist. In Jordanien wurde sie in den 20er Jahren ausgerottet. Die letzte bekannte, wild lebende Arabische Oryx wurde 1972 von Jägern in Oman erlegt.
1978 wurden elf Oryx in das Wildreservat Shawmari umgesiedelt. Inzwischen hat sich die Anzahl der Oryx auf erstaunliche zweihundert Exemplare erhöht!

Zudem machen hier viele Vogelarten auf ihrer anstrengenden Flugroute zwischen Asien und Afrika Halt.


Das arabische Wort „Azraq“ bedeutet „blau“.