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GLAUBE UND RELIGION
 

Für Christen ist diese Region eine Quelle der Inspiration. Dies ist der Ort, an dem Gott zum ersten Mal zu den Menschen sprach. Es ist das Heilige Land, in dem Gott seine Zehn Gebote an Moses übergab, Hiob litt und für seinen Glauben belohnt wurde, Jesus von Johannes getauft wurde und Jakob mit dem Engel Gottes rang.

Im 1. Buch Mose spricht Gott vom Jordantal um das Tote Meer als „Garten des Herrn“, und es wird vielfach mit dem Garten Eden gleichgesetzt.

Die berüchtigten Städte Sodom und Gomorrha sowie zahlreiche andere Orte kommen in den dramatischen Geschichten des Alten Testaments vor. In einer dieser Geschichten wurde Lots Frau in eine Salzsäule verwandelt, als sie sich Gottes Gebot widersetzte.

In der Bibel steht, dass Johannes der Täufer 1200 Jahre nach dem Tod Moses an einem Ort namens Bethanien jenseits des Jordan predigte und taufte. Inzwischen weiß man, dass es sich hierbei um Tell al-Kharrar und den Eliashügel handelt.




Im Islam wichtige Orte

Viele dieser biblischen Orte und andere Stätten in der Region sind auch bedeutende heilige Stätten für Muslime. Sie finden hier eine große Zahl religiöser Reiseziele, die für die Entwicklung des Islam und damit der Religion, der die Mehrheit der Jordanier heute angehört, eine große Bedeutung spielten.

Im Jordantal befinden sich viele Gräber von ehrwürdigen Gefährten des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) und von Heerführern, die im Kampf gefallen sind oder im 18. Jahr nach der Hidschra, also nach Beginn der islamischen Zeitrechnung, dem Schwarzen Tod erlagen.
 


Abu Ubeida Amer Bin Al-Jarrah



Ein Verwandter des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) und einer der Ersten, die zum Islam übertraten. Er war bei allen wichtigen Ereignissen zugegen und einer der „Zehn Gesegneten“, denen der Prophet (Friede sei mit ihm) das Paradies versprach. Als oberster Befehlshaber der islamischen Armee des Nordens eroberte er erfolgreich Syrien und wurde vom Propheten als Stellvertreter für die Nation anerkannt. Im Alter von 58 Jahren erlag er der Pest von Emmaus, die sich durch Großsyrien ausbreitete. Bei seinem Grab im Zentrum des Jordantals befindet sich ein bedeutendes islamisches Zentrum mit einer Moschee, einer Bibliothek und einem Kulturzentrum.



Mo'ath Bin Jabal

Er war einer der sechs ehrwürdigen Gefährten, die mit der Aufgabe betraut wurden, die Schriften des Heiligen Koran zu Lebzeiten des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm) zusammenzutragen. Der Prophet sandte ihn als Ratgeber in den Yemen und er nahm an der Versammlung von Aqaba zwischen dem Propheten und seinen Anhängern aus Medina teil, in der sie Treue zum Islam schworen. Er starb im Alter von 38 Jahren im Jordantal. Sein kurzes Leben hatte er mit der Lehre des Glaubens und des heiligen Korans verbracht. Sein Grab befindet sich in einem modernen Gebäude mit fünf Kuppeln.


Shurhabil Bin Hasanah

Ein ehrwürdiger Gefährte und einer der ersten Muslime, die nach Abessinien fliehen mussten. Er war für seinen starken Glauben, seine Intelligenz, seinen Mut und sein Organisationstalent bekannt und nahm an der Schlacht von Jarmuk und der Eroberung von Jerusalem teil. Er befehligte auch die Armee, die den Auftrag hatte, Jordanien zu erobern. Später wurde er Gouverneur einer Provinz in Großsyrien. Er erlag am gleichen Tag der Pest wie der erwürdige Begleiter Abu Ubeida Amer bin Al-Jarrah.


Amir Bin Abi Waqqas

Ein Cousin mütterlicherseits des Propheten Mohammeds (Friede sei mit ihm) und der elfte Mann, der zum Islam konvertierte. Er zog nach Abessinien und kämpfte in der Schlacht von Uhud. Später wurde er damit betraut, Nachrichten von den Befehlshabern der moslemischen Armee an den Kalifen in Medina zu überbringen, und er wurde der Stellvertreter des ehrwürdigen Begleiters Abu Ubeida, als dieser in Syrien regierte. Sein Grab befindet sich in einem neuen Gebäude, das über einem Gewölbe im Dorf Waqqas im nördlichen Jordantal errichtet wurde.


Derar Bin Al-Azwar

Ein ehrwürdiger Gefährte des Propheten Mohammed (Friede sei mit ihm). Er war ein Poet und unerschrockener Kämpfer, der in den Kriegen gegen die Apostasie kämpfte und mit seiner angesehenen Schwester Khawlah bint Al-Azwar an der Eroberung Großsyriens teilnahm. Er fiel im 18. Jahr nach der Hidschra der Pest von Emmaus zum Opfer. Sein Grab befindet sich in Deir ‘Alla in einer Moschee unter einer Kuppel.
 



Bethanien jenseits des Jordan



In der Bibel steht, dass Johannes an einem Ort namens Bethanien jenseits des Jordan gepredigt und getauft hat. Er wird in byzantinischen und mittelalterlichen Texten, aber auch in der modernen Archäologie als „Tell al-Kharrar“ und „Eliashügel“ bezeichnet. Beeindruckende archäologische Funde seit 1996 brachten mit Keramik, Münzen und Ruinen den Nachweis eines byzantinischen Klosters aus dem 5. Jahrhundert.




Dabei stieß man auch auf ein früheres Gebäude aus dem dritten Jahrhundert, das aufwändig mit Mosaik verziert ist und für einen christlichen Gebetssaal gehalten wird. Wenn dies zutrifft, könnte es sich um eine der ersten christlichen Gebetsstätten der Welt handeln. Außerdem wurde die Höhle entdeckt, in der Johannes der Täufer zahlreichen Texten byzantinischer Pilger zufolge lebte. Die Höhle wurde in eine Kirche umgebaut und ein aus der Höhle führender Süßwasserkanal, der angeblich von Johannes zum Taufen verwendet wurde, kann heute noch besichtigt werden.
 

For more information on Bethany Beyond the Jordan, please click here to visit the Baptism Site Commission website.


Madaba

Stadt der Mosaike. In Madaba befinden sich Orte wie die Kirche St. Georg mit einer Mosaikkarte des Heiligen Landes, der archäologische Park in Madaba, das Museum von Madaba, die Kirche der Apostel und eine Mosaikschule.

  Weitere Informationen zu Madaba und der Region



Der Berg Nebo



Dies ist der Ort, an dem Moses beerdigt wurde, und es ist der am meisten verehrte heilige Ort in Jordanien. Vom Gipfel dieses Bergs aus überblicken Sie wie Moses das imposante Panorama mit dem Jordantal, dem Toten Meer, Jericho und Jerusalem.
 

Nach der Legende ist dies auch der Ort, an dem Jeremia die Stiftshütte versteckte. Seit Jahrhunderten ist der Berg eine christliche Pilgerstätte und schon im späten 4. Jahrhundert wurde auf dem Nebo die erste Kirche gebaut, um den Todesort Moses zu markieren.




Unter dem Mosaikboden der Kirche wurden sechs in den Felsen gehauene Grabkammern aus unterschiedlichen Epochen entdeckt. Im heutigen Presbyterium können Sie die Überreste der Mosaike besichtigen. Das Älteste zeigt eine Tafel mit einem geflochtenen Kreuz.
 

Das von einer Schlange umschlungene Kreuz außerhalb des Heiligtums steht für die eherne Schlange, die Mose mit in die Wüste nahm, und für das Kreuz, an dem Jesus gekreuzigt wurde.

 

Mukawir



Auf einem Hügel befinden sich die Überreste des Palasts von Machearus, in dem König Herodes residierte. Hier enthauptete Herodes Antipas auf Geheiß von Salome Johannes den Täufer.
 

Höhle des Lot



Dieser byzantinische Klosterkomplex enthält eine Kirche mit Mosaikböden, einen Wasserspeicher, Wohnbereiche, eine Bestattungskammer und eine Höhle, die anscheinend Pilgern als der Ort gezeigt wurde, an dem Lot und seine Töchter nach der Zerstörung Sodoms Zuflucht fanden.
 


Tall Deir Alla


In Tell Deir Alla wurden bei Ausgrabungen Nachweise auf praktisch durchgehende Besiedlung von 1600-400 vor Christus gefunden. Man fand Hinweise auf Metallarbeiten, Getreidespeicher und Saisonarbeit sowie einen Friedhof. Archäologen nehmen an, dass dies der biblische Ort Sukkoth sein könnte.


Tall Saadiyyeh

Eine wichtige von Mauern umgebene Stadt aus der Bronze- und Eisenzeit (3200-536 v. Chr.). In ihr gab es eine große Karawanserei (Gasthof) in der frühen islamischen Periode, und es wird angenommen, dass sie mit den biblischen Orten Zaphon und Zarthan in Verbindung steht.


Bab Ad-Dhraa and Numeira
 

An der Südostküste des Toten Meeres befinden sich Bab ad-Dhraa und Numeira, bei denen es sich durchaus um Sodom und Gomorrha handeln könnte (im 1. Buch Mose steht geschrieben, dass Gott diese Orte zerstörte, weil ihm die Verderbtheit der Bewohner missfiel). Bab ad-Dhraa war im frühen Bronzezeitalter etwa 1000 Jahre lang bewohnt. Nomaden nutzten diesen Ort für Bestattungen und begruben ihre Toten in Schachtgräbern und Beinhäusern. Numeira liegt 14 km südlich und war eine große von Mauern umgebene Stadt auf einem Hügel, die im frühen Bronzezeitalter etwa ein Jahrhundert lang existierte. Eine 40 cm tiefe Schicht Asche weist darauf hin, dass dieser Ort durch ein Feuer zerstört wurde.