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ÖKOLOGIE UND NATUR

Durch den stark ansteigenden Wasserverbrauch in der Region ist der Zufluss in das Tote Meer in den vergangenen Jahren erheblich gesunken. Die Situation ist so kritisch, dass ein vollständiges Austrocknen des Meeres in den nächsten fünfzig Jahren möglich sein könnte. Dies wäre ein schlimmer Verlust, nicht nur für den Tourismus und die Wirtschaft, sondern auch wegen der einzigartigen Heilkräfte des Toten Meeres, der Umgebung und der Flora und Fauna.

 
 

Um dem entgegenzutreten, gibt es bereits Pläne, Wasser vom Roten Meer zum Toten Meer zu leiten. Dieses Projekt wird als „Friedenskanal“ bezeichnet, weil dabei Jordanien, Israel und Palästina zusammenarbeiten, und es hat zum Ziel, jährlich 1,8 Milliarden Kubikmeter Wasser in das Tote Meer zu leiten. 

Die Royal Society for the Conservation of Nature (RSCN) befasst sich mit dem Schutz von Tieren und Lebensräumen in Jordanien und hat internationales Ansehen für ihre Pionierarbeit bei der Gründung von Unternehmen für die einheimische Bevölkerung erreicht, in denen natürliche Produkte hergestellt werde.



Naturschutzgebiet von Mujib


 

Mit seiner spektakulären Szenerie an der Ostküste des Toten Meeres ist das Naturschutzgebiet von Mujib das am tiefsten gelegene Naturschutzgebiet der Welt. Das Gebiet befindet sich tief unten in der Schlucht von Wadi Mujib, die 410 Meter unter dem Meeresspiegel ins Tote Meer mündet. Das Naturschutzgebiet reicht vom Berg Kerak im Norden nach Madaba im Süden und erreicht teilweise eine Höhe von 900 Metern. Der Höhenunterschied von bis zu 1300 Metern sowie der durchgängige Wasserzufluss aus sieben Flüssen geben dem Wadi Mujib eine biologische Vielfalt, deren Erkundung und Dokumentation bis heute andauert.




Es wurden bisher über 420 Pflanzenarten, 102 Spezies von einheimischen und Zugvögeln und zehn verschiedene Raubtierarten (Rotfuchs, Afghanfuchs, Hyäne, Schakal, Wildkatze, Karakal, Dachs, Mungo, Wolf und Arabischer Leopard) verzeichnet. Manche der abgelegenen Berge und Täler sind schwer zugänglich und bieten verschiedenen Arten von Wildkatzen, Ziegen und anderen Bergtieren sicheren Lebensraum.




Die Sandsteinklippen von Mujib sind die ideale Umgebung für eine der schönsten Bergziegen der Welt, den Nubischen Steinbock. Aufgrund intensiver Bejagung ist der natürliche Bestand des Nubischen Steinbocks extrem zurückgegangen, was die jordanische Naturschutzgesellschaft (Royal Society for the Conservation of Nature) veranlasst hat, im Naturschutzgebiet von Mujib ein Nachzuchtprogramm ins Leben zu rufen.

Mujib beherbergt auch Raubtierarten wie den Karakal, eine Katze mittlerer Größe, deren charakteristisches Merkmal ihre schwarzweißen, gepinselten Ohren sind. Der Karakal ist ein agiler und kräftiger Jäger und kann im felsigen Tal von Mujib in natura bewundert werden.



Besuchereinrichtungen

Es gibt einen Campingplatz mit fünf großen Zelten, einem Badezimmer und Grillanlagen, die von Besuchern genutzt werden können. Besucher müssen ihre eigenen Schlafsäcke und Getränke sowie ihr eigenes Essen mitbringen. Der Preis für eine Übernachtung beträgt 10 bis 20 JD - je nach Unterkunft und Anzahl der Camper pro Zelt.

Camping außerhalb dieses Bereichs ist nicht gestattet. Das Camp fasst maximal 25 Personen pro Tag. Besucher gehen zu Fuß zum Campingareal, das Gepäck wird in einem Auto des Reservats transportiert. Die Zelte werden nur auf Anfrage und nur bei einer Anzahl von mindestens fünf Personen aufgebaut - Sie müssen bereits im Vorfeld buchen.