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Geschichte und Kultur

 

Das antike Jerash war eine großzügigangelegte Stadt mit frei stehenden Bauten, die großzügig mit Marmor und Granit verziert waren. Ihre Bautechnik war so ausgereift, dass große Teile der Stadt bis heute erhalten geblieben sind. Viele weitere Bauten wurden von Archäologen aus der ganzen Welt sorgfältig restauriert.

Es ist nicht verwunderlich, dass die Hauptattraktion von Jerash die Ruinen selbst sind. Reiseführer, Karten und weiteres Informationsmaterial stehen im Besucherzentrum nahe des Südtors in großer Auswahl zur Verfügung (Telefon: (02) 6351272). Öffnungszeiten: Winter: 8:00 Uhr - 16:00 Uhr, Sommer: 8:00 Uhr - 17:00 Uhr.


Die Ruinen sind umfangreich und beeindruckend. Höhepunkte:



 

Hadriansbogen



Dieser großartige Triumphbogen, der auf den Besuch des Kaisers Hadrian in Jerash im Jahre 129 n. Chr. zurückgeht, war eigentlich als Haupttor im Süden der Stadt gedacht, allerdings wurden diese Pläne nie verwirklicht.

Hippodrome



Diese 245 Meter lange und 52 Meter breite riesige Arena fasste bei Wagenrennen und anderen Sportereignissen bis zu 15.000 Zuschauer. Das genaue Datum ihrer Entstehung ist unklar, schätzungsweise liegt es zwischen der Mitte des zweiten Jahrhunderts und dem dritten Jahrhundert n. Chr. Die Zeiten, in denen Gladiatoren und Wagenlenker vor den Mengen auftraten, können jetzt dank regelmäßiger historischer Nachstellungen des Roman Army and Chariot Experience (RACE) wieder erlebt werden. Weitere Informationen zu RACE erhalten Sie unter www.jerashchariots.com

Ovales Forum



Das weitläufige Forum misst 90 x 80 Meter und ist von einem breiten Gehsteig und einer Kolonnade mit ionischen Säulen aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. umgeben. In der Mitte befinden sich zwei Altäre und ein Brunnen, der im siebten Jahrhundert n. Chr. hinzugefügt wurde. Dieses quadratische Gebilde trägt nun in seiner Mitte eine unlängst errichtete Säule, auf der die Fackel des Jerash-Festivals entzündet wird.

Kolonnadenstraße



Der noch mit den ursprünglichen Steinen gepflasterte Cardo Maximus – die Rillen der Pferdegespanne sind noch zu erkennen – ist 800 Meter lang und bildete das architektonische Rückgrat und Herzstück Jerashs. Unter der gesamten Länge des Cardo verlief ein unterirdisches Abwassersystem. Über gleichmäßig verteilte Löcher am Straßenrand konnte das Regenwasser in die Kanalisation abfließen.


Kathedrale



Weiter oberhalb des Cardo Maximus befindet sich auf der linken Seite das monumentale und mit vielen Reliefs verzierte Portal des römischen Dionysostempels aus dem zweiten Jahrhundert. Im vierten Jahrhundert wurde mit dem Baumaterial des Dionysostempels eine byzantinische Kirche errichtet, die heute „Kathedrale“ genannt wird (obwohl es keinen Hinweis darauf gibt, dass ihr mehr Bedeutung zukam als den anderen Kirchen). Am oberen Ende der Treppe befindet sich an einer östlichen Außenwand der Kathedrale der Schrein der Jungfrau Maria sowie die Erzengel Michael und Gabriel.

Nymphäum



Diese aufwändig ornamentierte Brunnenanlage wurde im Jahre 191 n. Chr. errichtet und den Nymphen geweiht. Solche Anlagen waren in römischen Städten häufig anzutreffen und boten einen erfrischenden, zentralen Treffpunkt für die Stadtbewohner. Dieses gut erhaltene Beispiel besaß ursprünglich Verzierungen aus Marmor in der unteren Ebene und bemalten Stuck in der oberen Ebene. Der ganze Brunnenkomplex wurde durch eine Halbkuppel abgeschlossen. Das Wasser floss aus sieben steinernen Löwenköpfen in kleine Becken bis auf den Gehsteig hinab und von dort aus über Abflüsse in die unterirdische Kanalisation.

Nordtheater



Das Nordtheater wurde 165 n. Chr. erbaut. Vor dem Theater befindet sich ein von Säulen umsäumter Platz, von dem eine Treppe zum Eingang führte. Das Theater besaß ursprünglich nur einen Rang mit 14 Sitzreihen und wurde unter anderem für Aufführungen, Versammlungen des Stadtrats und vieles mehr genutzt. Im Jahre 235 n. Chr. erweiterten die Römer das Theater um einen zweiten Rang auf seine heutigen 1600 Plätze. Als man im fünften Jahrhundert keine Verwendung mehr für das Theater fand, wurden viele seiner Steine für andere Gebäude abgetragen.
 

Südtheater



Built during the reign of Emperor Domitian, between 90-92 AD, the South Theatre can seat more than 3,000 spectators. The 1st level of the ornate stage, which was originally a two-storey structure, has been reconstructed and is still used today. The theatre's remarkable acoustics allow a speaker at the centre of the orchestra floor to be heard throughout the entire auditorium without raising his voice. Two vaulted passages lead into the orchestra, and four passages at the back of the theatre give access to the upper rows of seats. Some seats could be reserved and the Greek letters which designate them can still be seen.
 



ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM IN JERASH (JERASH ARCHAEOLOGICAL MUSEUM)




Das Archäologische Museum wurde 1923 in einer der Kammern im Innenhof des Artemis-Tempels eingerichtet. 1985 zog das Museum in den mittlerweile renovierten Teil des alten Gebäudes um. Die erste Sonderausstellung fand zum Thema „Jordanien im Wandel der Geschichte“ statt. Das Museum ist heute allein den Funden aus der Umgebung von Jerash gewidmet, und die Sammlungen stammen aus allen archäologischen Zeitaltern der Region, vom neolithischen Zeitalter bis hin zu den Mamelucken. Die Exponate sind in chronologischer Reihenfolge angeordnet und nach Typ und Funktion ausgestellt. 

Das Museum beheimatet große Sammlungen von Ton- und Glaswaren, Metallen und Münzen. Zudem können dort Edelsteine, Figurinen und Statuen, Stein- und Marmoraltäre sowie Mosaike bestaunt werden.

Im Garten des Museum sind griechische und römische Inschriften, Marmorstatuen und Steinsärge ausgestellt. Jerash (Gerasa) gehörte zu den Städten der Dekapolis. Es zählt zu den größten römischen Provinzstädten. Die römischen Tempel, gepflasterten Straßen, Theater, Brücken und Bäder sind noch heute gut erhalten. Auch hinsichtlich monumentaler Architektur war die Stadt sehr bedeutend. Davon zeugen ein gewaltiger Torbau, das Nymphäum und das Hippodrom. Aus dem byzantinischen Zeitalter sind 18 Kirchen erhalten. In den meisten finden sich Bodenmosaike. Auch die Stadtmauer mit ihren vier Toren ist an vielen Stellen erhalten geblieben.

Das Museum liegt inmitten der Ruinen. Es ist täglich von 8:00 bis 16:00 Uhr (Winter) und von 8:00 bis 19:00 Uhr (Sommer) geöffnet. Freitags und an Feiertagen ist es von 10:00 bis 15:00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei. Tel.: (02) 6352267.