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GLAUBE UND RELIGION


Biblische Vergangenheit

Die Stadt Irbid selbst hat zwar keine große biblische Bedeutung, aber dies gilt nicht für die Umgebung im Norden und Westen. Speziell die Geschichte von Umm Qays und Pella wird in biblischen Texten öfter erwähnt und es befinden sich dort Ruinen vieler byzantinischer Kirchen.


Umm Qays

Im Neuen Testament wird erwähnt, dass Jesus Christus Gadara (Umm Qays) besuchte und in der Nähe zwei Männer heilte, die von bösen Geistern besessen waren. Jesus trieb die Dämonen aus und ließ sie in eine Schweineherde fahren, die dann im See Genezareth unterging. Die Menschen in Gadara ängstigte dieses Wunder so sehr, dass sie Jesus Christus gegenüber feindselig auftraten und ihn aufforderten, nach Galiläa zurückzukehren.

Wegen der starken heidnischen Überzeugungen hatte sich das Christentum bei den Menschen in Gadara nicht besonders schnell ausgebreitet. Als das Christentum zur offiziellen Religion des byzantinischen Reiches erklärt wurde, nahm Gadara 325 n. Chr. am Kirchenkonzil von Nicäa teil. Im selben Jahrhundert wurde über dem römischen unterirdischen Mausoleum eine fünfschiffige Basilika als Nachweis des christlichen Sieges über das römische Heidentum gebaut. Möglicherweise wurde die Kirche auch in Erinnerung an zwei Christen aus Gadara errichtet, die 303 n. Chr. während der Regierungszeit des römischen Kaisers Diokletian gefoltert wurden und als Märtyrer starben.

Eine Höhle, die bei den Einwohnern von Umm Qays als Höhle von Issa (Jesus oder Issos) bekannt ist, befindet sich etwa vier Kilometer westlich von Umm Qays. Entsprechend der Überlieferung glauben die Leute dort, dass Jesus in dieser Höhle wohnte, als er nach Umm Qays reiste, um die Einwohner vom Heidentum zu befreien.


Pella

Religion war in Pella ein wichtiger Teil des täglichen Lebens, und die Überreste von drei Kirchen können besichtigt werden. Die erste ist die Westkirche.  Drei Säulen des Säulengangs im Atrium wurden wieder an ihrem ursprünglichen Platz eingesetzt. Die Ostkirche befindet sich auf einer Anhöhe mit Blick über Pella.

Die größte und wichtigste byzantinische Kirche in Pella ist die Kirche in einem Wohnkomplex. Sie wurde scheinbar bis in die Anfänge der islamischen Periode für christliche Gottesdienste verwendet, aber nach dem Erdbeben verlassen. Im Zeitalter der Mamelucken wurde eine Moschee gebaut, deren Überreste in Pella besichtigt werden können.

 



Islamische Geschichte

Im August 635 n. Chr. zog der byzantinische Kaiser Heraklius angesichts der muslimischen Ausbreitung eine große Armee zusammen, die von seinem Bruder Theodorus angeführt wurde und in der Schlacht um Jarmuk gegen die muslimische Armee kämpfte. Diese Schlacht fand an den Ufern des Flusses Jarmuk an der nördlichen Spitze Jordaniens statt. Die muslimische Armee war stark in  Unterzahl, aber ihr Anführer Khalid bin Al-Walid führte sie zum Sieg. Durch die Schlacht gewannen die Muslime die Kontrolle über Großsyrien.

Mazar Al-Shamali in der Nähe von Irbid verfügt über einen Schrein des Propheten David. Als Kind tötete er Goliath mit einer Steinschleuder und wurde später der zweite König von Israel nach Saul. Außerdem war David einer der Apostel, dem heilige Schriften offenbart wurden. David verbrachte einige Zeit in Jordanien, als er mit Saul uneins war, und er kehrte später auf einem Feldzug in das Land zurück.

Das Grab des ehrwürdigen Gefährten Abul-Darda befindet sich in einem modernen Gebäude im Dorf Soam Al-Shunnaq in der Nähe von Irbid. Er war einer der ergebensten und frommsten Begleiter des Propheten und wich nie von seiner Seite. Abul-Darda war dafür bekannt, die Worte des Propheten Mohammeds besser als jeder andere lernen, deklamieren und weitergeben zu können. Er nahm an den Feldzügen teil und wurde später zum Gouverneur der Provinz Bahrain ernannt.

 


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