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ÖKOLOGIE UND NATUR IN SHAWMARI
 


Wildreservat Shawmari

Das Wildreservat Shawmari ist ein Aufzuchtzentrum für einige der bedrohtesten und seltensten Wildtiere des Nahen Ostens. In diesem kleinen Reservat gibt es eine beeindruckende Herde arabischer Oryx-Antilopen, eine Spezies, die einst kurz vor der Ausrottung stand. Darüber hinaus sind hier Strauße, Onager und anmutige Wüstengazellen anzutreffen. In diesem geschützten Gebiet können sich die Tiere ungestört vermehren, ohne dass sie gejagt werden oder ihr Lebensraum bedroht ist.

Das Wildreservat Shawmari beherbergt eine große Vielfalt von Wüstenpflanzen, was hauptsächlich dadurch ermöglicht wird, dass die Vegetation vor grasenden Schafherden und Ziegen geschützt ist. In Shawmari gibt es viele Pflanzenarten, zum Beispiel die Salzmelde, eine natürliche Nahrungsquelle für Onager (asiatische Wildesel) und Oryx-Antilopen.



Besuchereinrichtungen

 

Touristeninformation: Eine Anlaufstelle für Besucher, bei der Informationen und Broschüren über das Reservat verfügbar sind. Es gibt auch einen Touristenladen, in dem vor Ort hergestellte Souvenirs wie Silbergeschirr, verzierte Straußeneier und Schilfrohrprodukte erhältlich sind.
 

Besucherzentrum: Hier befindet sich ein kleines Museum mit interaktivem Material, Diashows und Videos zur Geschichte, Flora und Fauna des Reservats. Neben dem Zentrum befindet sich ein Picknickbereich und ein Spielplatz.
 

Aussichtsturm: Die Beobachtung der Flora und Fauna ist für Naturliebhaber äußerst interessant. Der Beobachtungsturm eignet sich ideal zum Beobachten der verschiedenen Tiere im Naturschutzgebiet. Die Oryx-Antilope ist zum Beispiel am besten in den frühen Morgenstunden zu beobachten. Dieser Ort ist auch ein Paradies für die Vogelbeobachtung, besonders während der Zugzeit.
 

Oryx Safari Trip: Besucher können auch an Safariausflügen teilnehmen, um sich selbst von den Ergebnissen der internationalen Maßnahmen zur Rettung dieser bedrohten Tierarten zu überzeugen. Safaritouren durch das Oryx-Gehege sind auch mit RSCN-Fahrzeugen möglich.
 

Oryx-Safari: 
Zu den Brutgehegen von Shawmari gehört auch ein kleiner Zoo, der bei Kindern und als Ziel von Schulausflügen sehr beliebt ist.
 

Shawmari Camp: Das Shawmari Camp befindet sich an der östlichen Seite des Naturschutzgebiets. Es sind derzeit 10 Zelte vorhanden (für jeweils 40 Personen pro Nacht). Alle sind mit Matratzen, Kissen und Bettdecken ausgestattet. In der Nähe befinden sich Duschen und Toiletten. Die Anlagen sind einfach, aber hygienisch einwandfrei. Speisen und Getränke sind erhältlich. Das Camp ist ganzjährlich geöffnet und wird derzeit erweitert.




Wildreservat Shawmari
 

Oryx-Antilope

 



Die Oryx-Antilope ist eine elegante weiße Antilope, eines der wenigen Säugetiere, die auf der arabischen Halbinsel heimisch sind. Sie ist in Jordanien in den 20er Jahren ausgestorben, nachdem sie wegen ihres Fleisches, ihres Felles und ihrer Hörner intensiv bejagt wurde.

Die immer größere Reichweite von Schusswaffen und der Einsatz motorisierter Fahrzeuge hat zur Ausrottung der Oryx-Antilope geführt. Die letzte bekannte wilde Oryx-Antilope wurde 1972 von einer Jägergruppe in Oman erlegt. Glücklicherweise war zehn Jahre zuvor beim Rettungsprogramm der Flora und Fauna Preservation Society und des World Wildlife Fund eine internationale Rettungsaktion ins Leben gerufen worden, die „Operation Onyx“. In den USA wurde eine Herde mit drei Tieren aus Oman, je einem aus dem Londoner Zoo und Kuwait und vier Onyx-Antilopen aus Saudi-Arabien zusammengestellt. Diese Herde vermehrte sich zusehends, und die RSCN hat daher vorgeschlagen, die Oryx-Antilope wieder in ihren natürlichen Lebensraum in der arabischen Wüste einzuführen.

1978 wurden elf Oryx-Antilopen nach Shawmari gebracht. Dort hat sich die Zahl inzwischen auf unglaubliche Zweihundert erhöht. Die Operation Oryx war so erfolgreich, dass Jordanien inzwischen Oryx-Antilopen an andere arabische Länder liefert, die ähnliche Programme zur Wiederansiedlung verfolgen. Anfang 2002 wurde eine kleine Herde gezüchteter Oryx-Antilopen in ein Gehege in Wadi Rum transportiert, mit dem Ziel, sie später in die Wildnis zu entlassen. Dies ist der erste Versuch, die Oryx-Antilope nach ihrem Aussterben in Jordanien wieder in ihren natürlichen Lebensraum einzuführen.
 



Die Oryx-Antilope ist sehr anpassungsfähig und daher gut für das Leben in der Wüste geeignet. Ihr glänzendes weißes Fell reflektiert die Sonne und hält sie kühl. Sie übersteht lange Phasen ohne Wasser (elf Monate ist die längste erfasste Zeitspanne), da sie ausreichend Feuchtigkeit durch den nächtlichen Tau auf den Wüstenpflanzen erhält.

Der Name „Oryx“ stammt vom griechischen Wort „Spitzhacke“ ab und bezieht sich auf die langen spitzen Hörner des Tiers. Diese Hörner werden sowohl zur Selbstverteidigung gegen Raubtiere als auch für Kämpfe untereinander verwendet. Diese finden normalerweise statt, wenn das führende Tier in der Herde nach etwa einem Jahr Anführerschaft von einem jüngeren männlichen Tier herausgefordert wird. Der Jüngere verdrängt gewöhnlich den alten Anführer in dieser ständig wechselnden Machtposition.

 

Strauß



Der Strauß ist der größte Vogel der Welt – eine wunderbare, etwas unbeholfene Kreatur, die früher wild in den Wüstengebieten Afrikas, dem Nahen Osten und in Südostasien lebte. Leider ist der eingeborene syrische Strauß wegen des extremen und unbeschränkten Jagens inzwischen ausgestorben.
  

Das Straußzuchtprogramm in Shawmari begann mit drei Somalistraußen vom Oklahoma City Zoo in den USA. Sie wurden nach und nach durch andere Tiere aus anderen Sammlungen ergänzt, und ihre Zahl liegt aufgrund sorgfältiger Haltung jetzt bei über 30.

The large size and weight of the Ostrich makes it impossible for it to fly. Instead, it depends on its running speed to escape its predators. It is the fastest creature on two legs, capable of reaching speeds of 60 km/hr in less than 2 seconds!

Wegen seiner Größe und seines Gewichts kann der Strauß nicht fliegen. Statt dessen muss er sich bei der Flucht vor seinen Feinden auf seine Laufgeschwindigkeit verlassen. Er ist das schnellste Tier auf zwei Beinen und erreicht Geschwindigkeiten von 60 km/h in weniger als 2 Sekunden!

Strauße vollführen manchmal Tanzbewegungen, wenn sie gut gelaunt sind. Sie laufen mit erhobenen Flügeln im Kreis und ihnen wird dabei oft so schwindelig, dass sie umfallen! Dadurch erleiden Strauße häufig Beinbrüche.

Die Redensart vom Strauß, der seinen Kopf in den Sand steckt, hat keinen Bezug zur Realität. Der Strauß legt sich bei Gefahr allerdings oft flach auf den Boden.


Gazelle

Gazellen sind kleine, schlanke Antilopen mit kurzem Schwanz. Innerhalb des Reservats gab es neben den Oryx-Antilopen auch einige Wüstengazellen. Leider sind mehrere davon inzwischen tot und andere sind entkommen, so dass im Reservat inzwischen nur noch zwei leben.
 

Onager

Die Onager befinden sich in einem großen Zuchtgehege in Shawmari. Ursprünglich waren es nur zwei Onager, ein Geschenk des Nationalparks von Montpellier in Südfrankreich. Onager haben sich an die extremen Bedingungen der Wüste angepasst, indem sie lange ohne Wasser überleben können.
 

Andere Säugetiere

Andere Säugetiere im Shawmari-Reservat sind beispielsweise der Rotfuchs, Karakal, Hase, Schakal und die Wildkatze