Startseite  |  Kontakt  |  Wir über uns  |  Blog  |  Nützliche links   


 
                         

ÖKOLOGIE UND NATUR IN AZRAQ
 

Naturschutz
 

Die Geschichte von Azraq ist sowohl durch Zerstörung als auch durch Wiederaufbau geprägt. Die Zeichen der Zerstörung sind klar sichtbar. Die beiden größten Marschen und Teiche wurden in den letzten Jahren durch den starken Entzug von Grundwasser drastisch reduziert. Durch die Nutzung als Weideland und langsam brennende Feuer im Marschland wurde die verbleibende Vegetation weiter dezimiert, was zu einem dramatischen Rückgang des Vogelanflugs geführt hat.

Auf der Ramsar-Konvention 1977 wurde die Oase Azraq als international wichtiges Feuchtgebiet eingestuft und im südlichen Bereich der Oase wurde ein kleines geschütztes Feuchtgebiet ausgewiesen. Zu dieser Zeit enthielt das Feuchtgebiet große permanente Marschbereiche und mehrere tiefe, durch Brunnen gespeiste Teiche. Leider sind viele von ihnen aufgrund des massiven Grundwasserentzugs aus der Oase ausgetrocknet. Die Städte von Amman und Zarqa versuchen jetzt, alternative Wasserquellen zu erschließen, und die Bauern werden dazu angehalten, bei der Bewässerung effektiver vorzugehen. Die wichtigsten Teiche wurden weiter ausgehoben und über Rohre wird wieder Wasser hineingepumpt.

Es wurden auch wieder Wasserbüffel angesiedelt, die das Feuchtgebiet begrasen und somit die Wasserflächen für Vögel zugänglicher machen. Jetzt kehren Vögel zur Oase zurück, wenn auch nicht in der Anzahl wie früher. Der heimische Zahnkarpfen wurde auch wieder entdeckt und mit einem Hilfsprogramm wird versucht, ihn vor dem Aussterben zu bewahren.Leider sind viele von ihnen aufgrund des massiven Grundwasserentzugs aus der Oase ausgetrocknet. Die Städte von Amman und Zarqa versuchen jetzt, alternative Wasserquellen zu erschließen, und die Bauern werden dazu angehalten, bei der Bewässerung effektiver vorzugehen. Die wichtigsten Teiche wurden weiter ausgehoben und über Rohre wird wieder Wasser hineingepumpt.

Die Oase von Azraq ist zwar nach wie vor weit von ihrem früheren Glanz entfernt, doch durch dieses Wiederaufbauprojekt, das erste seiner Art in Jordanien, soll eine echte Regenerierung dieser Region eingeleitet werden.  



Besuchereinrichtungen

Besucherzentrum:
 

Diese Einrichtung gibt einen intensiven Einblick in die Erhaltung dieses international geschätzten Feuchtgebiets. Es gibt einen Vortragsraum und ein Aquarium sowie einen Naturladen, in dem handgemachte Geschenke aus der Region verkauft werden. Im Besucherzentrum sind Informationen und Ausflugsbeschreibungen erhältlich.

Eine römische Mauer und ein schöner Beobachtungsstand sind über einen kurzen Wanderweg erreichbar, der zurzeit um die Marschen von Azraq angelegt wird.

 

Marschweg


 

Der Marschweg ist ein einfacher Rundweg um die Marschen und Teiche. Vom Besucherzentrum aus führt der Pfad über einen Holzsteg hinaus zu den Marschen. Dann führt er über einen trockenen Bereich bis zu einer Aussichtsplattform mit Blick über die Shishan-Teiche, die riesigen Quellen, die einst die Marsch mit Millionen von Kubikmetern Wasser überspülten. Vor ihrer Austrocknung waren die Teiche bei der Bevölkerung zum Schwimmen sehr beliebt. Die Dorfbewohner nennen die beiden Teiche „Teich für Männer“ und „Teich für Frauen“, was auf die getrennten Schwimmbereiche hinweist.

Nach dem Aussichtsbereich führt der Pfad an einer sehr alten Umayyaden- oder römischen Mauer entlang (es ist nicht mit Sicherheit bekannt, von wem sie erbaut wurde). Sie besteht aus schwarzem Basaltstein und ist eine komplexe Struktur mit Stützpfeilern auf beiden Seiten. Die Mauer war möglicherweise ein Wassersteuerungssystem zur Trennung von Salz- und Süßwasser und diente als Damm gegen winterliche Überschwemmungen. 

Der Pfad führt von der Mauer weg über offenes Gewässer und Schilf bis zu einem Beobachtungsstand aus Ziegeln. Von diesem Punkt aus kann ein großer Bereich seichten Gewässers überblickt werden, der von vielen Vogelarten wie dem blauen Eisvogel angeflogen wird. Von hier können gelegentlich auch Wasserbüffel gesehen werden. Der Pfad führt dann zurück zum Besucherzentrum über einen alten kreisförmigen, von einer Mauer umgebenen Teich, von dem angenommen wird, dass er früher zur Aufbewahrung von Süßwasser verwendet wurde.