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Geschichte und Kultur


Aufgrund des mediterranen Klimas, der dichten Wälder und des fruchtbaren Bodens kann Ajlun auf eine lange Geschichte menschlicher Besiedelung zurückblicken. Diese ereignisreiche Geschichte spiegelt sich in den vielen archäologischen Ruinen wider, die über das Waldland und die umliegenden Dörfer verstreut sind.




Im Dorf Tubna können Besucher eine Zeidani-Moschee und eine Versammlungshalle besichtigen, die auf das Jahr 1750 n. Chr. zurückgeht. Ferner befindet sich in der Gegend ein Gebäude, das unter dem Namen „Al’ali Shreidah“ bekannt ist und dem Gouverneur der Region als Residenz diente, bevor das Jordanien von heute entstand. Da es sich beim Haus des Gouverneurs um das erste zweistöckige Gebäude in der Region handelte, wurde es von den Zeitgenossen sehr bewundert.

Eine Siedlung im Dorf Zubia, das sich im Distrikt von Ajlun befindet, geht auf die byzantinische Periode zurück. Im Dorf befindet sich ein als „Kloster“ bekannter Bereich, der die Überreste einer alten byzantinischen Kirche enthält. Es gibt außerdem Häuser und Ställe, die mehrere hundert Jahre alt sind. Ein Brunnen, der sich in einem Tal zwischen Zubia und Tubna befand, stellte die wichtigste Wasserquelle für die umliegenden Siedlungen dar. Heute gruppieren sich über zehn Dörfer um das Naturschutzgebiet Ajlun. Die Dorfbewohner sind oft Landwirte, die Trauben, Feigen und Oliven anbauen, oder sie arbeiten im öffentlichen Dienst. Die Gegend ist für ihre Olivenbäume und vielfältigen Produkte berühmt.
 



Die Festung Ajlun, auch bekannt unter dem Namen Qal'at Ar-Rabad, ist das bedeutendste antike Bauwerk in der Region Ajlun. Sie überragt die grünen Hügel und ist noch aus vielen Kilometern Entfernung zu sehen. Dies erklärt ihren strategischen Zweck als militärischer Wachposten zum Schutz der Handelsrouten vom 12. bis zum 15. Jahrhundert. Die Burg wurde ursprünglich 1184 von Izz al-Din Usama ibn Munqidh, einem General Saladins, erbaut, um die Angriffe der Kreuzritter in Nordjordanien abzuwehren. Die Kreuzritter hatten bereits den Süden Jordaniens von ihren massiven Festungen in Shobak und Kerak aus besetzt. Sie wurden 1188/1189 aus Transjordanien (oder Ostjordanland) vertrieben. Im Jahre 1214 entstand die Burg wie wir sie noch heute sehen.




Die Burg ist eines der besterhaltenen und komplettesten Beispiele der arabisch-islamischen Militärarchitektur des Mittelalters. Zu den Hauptattraktionen der Burg gehören der trockene Burggraben, eine Zugbrücke am Haupttor (mit dekorativen Steinreliefs, die Tauben darstellen), der große Südturm und verschiedene weitere Türme auf allen Seiten. Die Burg besitzt außerdem ein Labyrinth an Gewölbegängen, Wendeltreppen, lange Rampen, riesige als Speisesäle dienende Räume, Schlafsäle und Ställe. Außerdem befinden sich dort insgesamt 11 Zisternen und die privaten Gemächer des Burgherrn. Diese enthalten eine kleine Steinbadewanne und rechteckige Fenster, die im Verteidigungsfall als Schießscharten verwendet wurden.purposes).



Von der Burg aus, hat man eine wunderschöne Panoramaaussicht über das Jordantal und die Berge im Norden Jordaniens. Erst kürzlich hat man bei Ausgrabungen in der Burg eine Kirche aus der frühen byzantinischen Zeit entdeckt. Weiterhin wurden im Zuge der Restaurierungs- und Konservierungsarbeiten alle Bereiche der Burg für Besucher gesichert und begehbar gemacht.




Archäologisches Museum Ajlun


Das Archäologische Museum wurde 1993 in einem der Säle der Burg von Ajlun eingerichtet. Die Burg liegt im Westen der Stadt und wurde 1184 von Izz al-Din Usama ibn Munqidh, einem General und Neffen von Salah al-Din al-Ayyubi (Saladin), errichtet.

Archäologische Untersuchungen finden in der Region Aljoun nur in beschränktem Ausmaß statt. In den letzten Jahren gab es einige wenige Ausgrabungen am Wadi al-Yabis und Wadi ‘Ajlun-Kufrenjeh. Weitere archäologische Ausgrabungen werden in Tell Abu Sarbut im Norden des Jordantals vorgenommen.

Die Ausstellungsstücke im Archäologischen Museum von Ajlun stammen aus folgenden Epochen:
 

  • Jungsteinzeit A (8300-7300 v. Chr.): verschiedene Feuersteinwerkzeuge einschließlich Mikrolith, aus Knochen gearbeitete Werkzeuge wie Nadeln und Bohrer, Basaltobjekte. Alle diese Objekte wurden bei Ausgrabungen im Jahr 1991 in ‘Iraq ad-Dubb im Nordosten von Ajlun gefunden.

  • Frühe Bronzezeit (2300-1900 v. Chr.): Tongefäße, die bei Ausgrabungen an verschiedenen Orten in der Region geborgen wurden.

  • Byzantinisches Reich: Tongefäße, die bei den Ausgrabungen des Friedhofs Khirbet Mahrama gefunden wurden.

  • Islamische Epoche (Ayyuben-Mamelucken): eine Sammlung von Tongefäßen, Lampen und Zuckerbehältern, Werkzeugen aus Kupfer und Bronze sowie Mahlsteinen. Zusätzlich kann man in der Festung von Ajlun mehrere arabische Inschriften bewundern.